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Wohnung mieten in Rumänien — Mietvertrag, Kaution und Nebenkosten

Für viele Auswanderer ist Mieten der erste Schritt — gerade mit kleinerem Budget oft die bessere Wahl als der Kauf. EU-Bürger können in Rumänien ohne Einschränkungen mieten. Hier erfährst du, wie Mietverträge funktionieren, was bei der Kaution zu beachten ist und welche Nebenkosten auf dich zukommen.

4 Min. Lesezeit · 🇷🇴 Rumänien

Wohnung mieten in Rumänien — Mietvertrag, Kaution und Nebenkosten

Für viele Auswanderer ist die Miete der natürliche erste Schritt — man will das Land, die Stadt und das Viertel erst kennenlernen, bevor man sich bindet. Gerade mit einer schmaleren Rente oder begrenztem Budget ist Mieten oft die klügere Wahl als ein Kauf. Die gute Nachricht: Als EU-Bürger kannst du in Rumänien ohne besondere Genehmigung mieten — du brauchst lediglich einen gültigen Ausweis und gegebenenfalls deine Anmeldebescheinigung.

DER MIETVERTRAG

Die übliche Vertragslaufzeit beträgt ein Jahr und verlängert sich häufig automatisch, sofern keine Partei kündigt. Im Vertrag sollten klar geregelt sein: Mietdauer, Höhe der Miete, welche Nebenkosten enthalten sind (meist keine), Kaution und Kündigungsfristen. Die Kündigungsfrist liegt häufig bei drei Monaten.

Wichtiger Tipp für Ausländer: Lass den Vertrag möglichst zweisprachig aufsetzen (Rumänisch und Deutsch) oder von einem unabhängigen Übersetzer bzw. Anwalt prüfen. So vermeidest du versteckte Klauseln oder ungünstige Bedingungen, die du sonst überlesen würdest.

DIE KAUTION — HIER GENAU HINSCHAUEN

Üblich sind ein bis zwei Monatsmieten als Kaution, in manchen Fällen auch bis zu drei. Nach ordnungsgemäßer Rückgabe der Wohnung wird sie in der Regel zurückgezahlt.

Achtung, eine häufige Falle: Manchmal wird die „Kaution" in der Praxis als Vorauszahlung der ersten Monatsmieten behandelt — also nicht als bis zum Vertragsende hinterlegte Sicherheit, sondern als verbrauchtes Geld. Kläre unbedingt schriftlich, ob es sich um eine echte, rückzahlbare Kaution handelt. Das ist gerade bei kleinem Budget ein entscheidender Unterschied.

DIE NEBENKOSTEN (ÎNTREȚINERE)

Ein zentraler Punkt, den viele unterschätzen: In Rumänien sind die Nebenkosten fast nie in der Miete enthalten. Du zahlst Heizung, Wasser, Strom und Müllabfuhr in der Regel separat — oft direkt an die Versorger oder die Hausverwaltung.

Die durchschnittlichen Nebenkosten liegen bei etwa 100 bis 200 Euro pro Monat, abhängig von Wohnungsgröße und Verbrauch. Wichtig: Im Winter steigen vor allem die Heizkosten deutlich. Plane dein Budget also nicht nur nach der Kaltmiete — die Nebenkosten können einen erheblichen Teil ausmachen.

WAS MIETEN IN RUMÄNIEN KOSTET

Die Mieten sind deutlich niedriger als in Deutschland. Zur Orientierung: In Bukarest liegen die Mietpreise rund 58 % unter denen von Berlin. In kleineren Städten wie Sibiu oder Brașov ist es nochmals günstiger. Preise werden häufig in Euro angegeben, gezahlt wird aber in der Landeswährung Leu (RON).

EIN HINWEIS ZU BEFRISTETEN OPTIONEN

Wenn du erst einmal ankommen und dich orientieren willst, sind möblierte Kurzzeit-Mieten (z. B. über Plattformen oder Airbnb mit Monatsrabatt) eine flexible Übergangslösung. Dort sind die Nebenkosten meist inklusive und es fällt keine klassische Kaution an — praktisch für die erste Zeit, aber auf Dauer teurer als ein regulärer Mietvertrag.

WORAUF DU ACHTEN SOLLTEST

- Vertrag schriftlich und möglichst zweisprachig
- Kaution: echte Sicherheit oder Vorauszahlung? Schriftlich klären
- Nebenkosten realistisch einplanen (besonders Heizkosten im Winter)
- Wohnungen in älteren Plattenbauten sind günstiger als in Neubauten
- Bei Unsicherheit: Vertrag von einer Person deines Vertrauens prüfen lassen, die Rumänisch spricht

Stand: 1.1.2026